Propolis - das Kittharz der Bienen

Propolis ist eine dunkelgelbliche bis hellbraune, harzartige, Masse. Beim Reiben zwischen den Fingern wird kaltes, hartes Propolis geschmeidig und verströmt einen intensiven, würzigen Geruch.

Propolis wird als das Kittharz der Bienen bezeichnet, weil die Bienen damit alle Ritzen und kleineren Löcher ihres Bienenstockes abdichten. Zu Beginn des Winters wird mit Propolis das Flugloch verkleinert. Generell kann man sagen, dass die Bienen die geschmeidigen und gleichzeitig Wasser abweisenden Eigenschaften nutzen, um das Volk gegen Zugluft und Nässe zu schützen.

Propolis besitzt desinfizierende, konservierende Eigenschaften. Die Bienen desinfizieren mit einem dünnen Überzug aus Propolis ihre Wabenzellen. Ein Feind, der in den Stock eingedrungen ist und überwältigt wurde, wird aus dem Flugloch geworfen. Ist der getötete Feind zu groß, wie eine Maus oder eine kleine Schlange, so wird der Körper mit Propolis vollständig überzogen und verbleibt als Fremdkörper im Stock (Mumifizierung).

Bereits die Ägypter kannten die konservierende Wirkung des Propolis und nutzten es zum Einbalsamieren ihrer Mumien. Seit der Antike ist der Einsatz in der Medizin bekannt. Vom griechischen Arzt Dioskurides (um 40 bis 90 nach Christus) weiß man, dass er es seinen Patienten auf schlecht heilende Wunden strich. Selbst die Inkas sollen ihre Verletzten mit dem Propolis der dort heimischen stachellosen Bienen behandelt haben. Auch im Ersten und Zweiten Weltkrieg wurde Propolis zur Wundversorgung in den Krankenhäusern und Feldlazaretten in Osteuropa eingesetzt.

 

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