Wie Bienengift gebildet wird.

Giftstachel einer Honigbiene

Die Bienen produzieren ihr Gift in einer Drüse im Hinterleib (Abdomen). Ab dem 3. Tag als ausgewachsene Biene (Imago) beginnt die Produktion. Um den 15. Tag ist die Giftblase gefüllt. Dies ist in etwa der Zeitpunkt, an dem eine Arbeitsbiene die Aufgabe einer Wächterin übernimmt. Bei Sommerbienen endet die Produktion des Giftes mit dem 20. Tag. Eine entleerte Giftblase kann danach nicht mehr aufgefüllt werden.

Das Gift wird in der so genannten sauren Giftdrüse produziert und in der Giftblase gespeichert. Eine gefüllte Giftblase enthält etwa 0,1 mg Gift (bezogen auf die Trockenmasse).

Es gibt eine weitere Drüse, die als alkalische Giftdrüse oder Dufoursche Drüse bezeichnet wird. In ihr wird jedoch kein Gift produziert sondern eine alkalische Flüssigkeit. Sie dient im Stachelapparat als Gleitflüssigkeit.

Das Bienengift wird von einigen Imkern in Osteuropa und Asien kommerziell gesammelt. Meist werden hierzu Geräte, in denen die Bienen durch Strom zu Abgabe von Gift gereizt werden, verwendet. Das Gift wird anschließend getrocknet und zur weiteren Verarbeitung an Firmen der Pharmazeutischen Chemie verkauft.

 

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