Bienenschutz im Pflanzenschutz

 

Bienenschutz im Pflanzenschutz

B 1 Bienengefährlich

Etwa 10% aller Pflanzenschutzmittel sind als „bienengefährlich" in der Zulassung eingestuft und in der Gebrauchsanleitung entsprechend gekennzeichnet (B1). Nach der Bienenschutzverordnung vom 22. Juli 1992 (BGBl. I. S.1410) dürfen diese Mittel weder an blühenden Pflanzen noch an von Bienen beflogenen nicht blühenden Pflanzen, z, B. wegen der Ausscheidungen der Blattläuse (Honigtau), angewandt werden. Dieser Honigtau wird nämlich von den Bienen gesammelt. Es dürfen deshalb in allen auch nicht blühenden Kulturen mit starkem Blattlausbefall und Honigtau keine bienengefährliche Mittel angewandt werden. Zudem ist zu vermeiden, dass die Abtrift von bienengefährlichen Pflanzenschutzmitteln nicht andere blühende Pflanzenerreicht.

B 2 Bienengefährlich, ausgenommen bei Anwendung nach dem täglichen Bienenflug bis 23.00 Uhr

Bestimmte Pflanzenschutzmittel sind wohl als bienengefährlich eingestuft, ausgenommen aber bei der Anwendung nach Ende des täglichen Bienenfluges bis 23.oo Uhr (B2). Diese Mittel dürfen außerhalb dieses Zeitraums nicht auf blühende oder von Bienen beflogenen Pflanzen ausgebracht werden.

B 3 Bienen werden nicht gefährdet

In einer weiteren Kategorie sind vor allem die Mittel eingegliedert, weil „auf Grund der durch die Zulassung festgelegten Anwendungen des Mittels die Bienen nicht gefährdet werden" (B 3). Gleiches gilt auch für Herbizide, die im Vorsaat- bzw. Vorauflaufverfahren angewandt werden.

B 4 nicht bienengefährlich

In der vierten Kategorie ist das Mittel bis zur höchsten durch die Zulassung festgelegten Aufwandmenge bzw. Anwendungskonzentration als nicht bienengefährlich eingestuft (B4). Hierzu gehören fast alle Fungizide und Herbizide

Die Pestizide können nach ihren Zielorganismen weiter unterteilt werden:

 

-          Bakterizide gegen Bakterien

-          Fungizide gegen Pilze, bzw. Pilzkrankheiten

-          Viruzide gegen Viren

-          Gegen Tiere

-          Akarizide gegen Milben

-          Insektizie gegen Insekten

-          Ovizide gegen (Insekten-)Eier

-          Molluskizide gegen Schnecken

-          Nematizide gegen Fadenwürmer (Nematoden)

-          Rodentizide gegen Nagetiere

-          Avizide gegen Vögel

-          Herbizide gegen Pflanzen

-          Algizide gegen Algen

-          Graminizide gegen Gräser

-          Arborizide gegen Gehölze

Alle Mittel gelten als bienengefährlich, wenn sie in einer Konzentration, bzw. in einer Aufwandmenge angewendet werde, die höher ist als in der Gebrauchsanwendung angegeben